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Das Netzwerk der Kinderschänder

17.01.2012 09:10

Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem nicht Enthüllungen über Missbrauchsfälle an Kindern bekannt werden. Auch Österreich stellt dabei keine Ausnahme dar. Grundsätzlich sind Kinder per Gesetz vor Übergriffen jeder Art geschützt. Problematisch wird es allerdings, wenn Kinder in einem Netz, gewoben aus Missbrauch, Verharmlosung und Vertuschung gefangen sind. 


Schillerndster Protagonist einer verharmlosten, vertuschten, ja sogar tolerierten und teilweise bewunderten Kinderschänderszene war der mittlerweile 86-jährige Otto Mühl, der im November 1991 wegen einer Reihe von Sittlichkeitsdelikten, allen voran Unzucht mit Unmündigen, sowie Verstößen gegen das Suchtgiftgesetz zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war. Zuvor war der "Künstler" und Kommunengründer von der SPÖ-Prominenz geradezu hofiert worden und konnte jahrelang auf seinem Hof im Burgenland seinem Treiben unbehelligt nachgehen. Und auch nach seiner Haftentlassung ließ die linke Seilschaft ihren Genossen nicht im Stich. So sorgte eine von Direktor Claus Peymann initiierte Lesung Mühls im Wiener Burgtheater am 11. Februar 1998 für Empörung. Dass ihm in den folgenden Jahren Ausstellungen im Museum Angewandter Kunst, in der Secession und im Leopold Museum gewidmet waren, wirft ein bezeichnendes Licht auf den augenzwinkernden Umgang linksbewegter Künstlerkreise mit verurteilten Kinderschändern.

Vom Kinderheim Wilhelminenberg bis Natascha Kampusch

Mächtig bis übermächtig scheint hierzulande der Vertuschungsapparat zu sein. Im Fall Natascha Kampusch deuten viele Spuren in die Pädophilenszene. Noch kurz vor seinem angeblichen Selbstmord kündigte der Polizei-Oberst Franz Kröll an, kurz vor der Lösung des Falles zu stehen und ein Netzwerk aufzudecken, das in höchste Kreise der Politik reiche. Der Name eines "gewichtigen Politikers" soll in diesem Zusammenhang der Tageszeitung Kurier zugespielt worden sein. Für FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache "stinkt dieser Fall zum Himmel".

Jahrzehnte lang vertuscht wurden auch die unglaublichen Vorgänge in Kinder- und Jugendheimen der Gemeinde Wien. Erst ein engagierter Rechtsanwalt brachte im Herbst dieses Jahres den Stein ins Rollen, indem er für zwei Missbrauchsopfer und ehemalige Zöglinge des vormaligen Kinderheimes am Wilhelminenberg Entschädigungsansprüche anmeldete und damit an die Öffentlichkeit ging. Obwohl die Missstände SPÖ-Bürgermeister Häupl geraume Zeit bekannt waren, wurde nichts unternommen. Im Gegenteil: Berichte wurden zensuriert und alles von oberster Stelle vertuscht. Der freiheitliche Klubobmann im Wiener Landtag, Johann Gudenus spricht in diesem Zusammenhang von einem roten Netzwerk bestehend aus der ehemaligen SPÖ-Stadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner, der Magistratsabteilung 11 und den Heimerziehern.

Das Rechtskomitee LAMBDA

Intellektuelles Lobbying-Zentrum der Pädophilenszene ist, so vermuten die Freiheitlichen, das "Rechtskomitee LAMBDA" (Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle sowie transidente Frauen und Männer). Chef dieses Rechtskomitees ist der Rechtsanwalt Helmut Graupner. Wie die Wiener Freiheitlichen öffentlich machten, schrieb dieser In einem Artikel im Journal of Homsexuality 1999: „Bis zur Hälfte der Beziehungen von 12- oder 13-Jährigen zu Erwachsenen ist durch eine gegenseitige Zuneigung begründet. Diese Beziehungen gleichen oftmals normalen Partnerschaften homo- oder heterosexueller Natur; und es ist allein das Gesetz, das sie zu einem Objekt juristischer Untersuchung macht.“ Auf die Frage von Unzensuriert.at, ob man daraus die Forderung ableiten könne, sexuelle Beziehungen zwischen MInderjährigen und Erwachsenen bei vorhandener Zuneigung nicht zu bestrafen bzw. gar das Gesetz zu ändern, verweist Graupner auf eine entsprechende Stellungnahme gegenüber dem vom Verein zur Förderung lesbischwuler Kommunikation herausgegeben Portal GGG.at. Darin heißt es: "Ganz im Gegenteil arbeite ich darin [in dem besagten Artikel Anm.] sogar die grundrechtliche Verpflichtung zur Kriminalisierung pädophiler Kontakte heraus." Gegenüber Unzensuriert.at fügt Graupner hinzu: "Pädophile Handlungen lehne ich ab und plädiere (1999 wie heute) für die menschenrechtliche Verpflichtung des Gesetzgebers zu deren Kriminalisierung." 

Graupner ist jedoch nicht der einzige aus dem Rechtskomitee LAMBDA, an dem sich die Freiheitlichen stoßen. Kuratoriumsmitglied Rotraud A. Perner, ehemalige Bezirksrätin der SPÖ sowie Universitätsprofessorin und Sexualforscherin, wird von den Freiheitlichen so zitiert: „Selbst Forscher lassen bei der Beschreibung von Pädophilie zu Unrecht das Thema Gewalt mit einfließen. Wissenschaftlich betrachtet ist sie eher eine erotisch gefärbte Geistes- und Seelenhaltung, eine Art Anbetung von vorpubertären Kindern, war von ihr im Jahr 1997 Magazin profil zu lesen. Ein Sohn Perners, Sexualberater und Kinderkriseninterventionsexperte, war im Jahr 2002 eines der vielen Ziele einer groß angelegten Kinderporno-Razzia. Rotraud Perner protestierte damals gegen "Brutalverhörmethoden" und wies jede Schuld von sich und ihrem Sohn.

Kinderanwältin und Opferschützer im LAMBDA-Kuratorium

Unter den weiteren Kuratoriumsmitgliedern befinden sich die Kinder- und Jugendanwältin der Stadt Wien, Monika Pinterits, der Kinderpychologe Max Friedrich, der Präsident der Opferschutzorgansation Weißer Ring, Udo Jesionek, und auch die vormalige Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter, Barbara Helige. Prominentestes Mitglied ist Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.

Barbara Helige wurde kürzlich vom Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) zur Leiterin einer Untersuchungskommission eingesetzt, welche die Gräueltaten in Wiener Kinderheimen untersuchen soll. Obwohl laut dem aktuellen Bericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft mindestens 18 Heime von Missbrauchsfällen betroffen sind, will Helige allerdings nur die bekannt gewordenen Fälle im Heim am Wilhelminenberg untersuchen. Bewusst scheint sie damit beispielsweise auch das August Aichhorn Haus aussparen zu wollen, in dem sich ebenfalls Abscheulichkeiten ereignet haben. Dort war ihr LAMBDA-Kuratoriumskollege Udo Jesionek Vorstandmitglied des Trägervereines, womit sich der Kreis wieder schließt.

FPÖ: Helige leitet "Vertuschungskommssion"

Dementsprechend bezeichnet FPÖ-Klubobmann Gudenus die von Helige geleitete Untersuchungskommission als "Vertuschungskommission" und meint: "Da soll ein Teil des Roten Wiens das Terror-Regime in den Heimen des Roten Wiens prüfen. Was dabei herauskommen soll, steht fest: Nichts!"

Quelle: Unzensuriert - Verein zur Förderung der Medienvielfalt